Wie steht es um deine Selbstliebe?

Ich stelle diese Frage frei in den Raum, direkt und unverblümt.
Es ist ein Thema worüber wir selten bis gar nie sprechen. Geschweige dies Selbstliebe auch offen Leben. Das Wort „Selbstliebe“ assoziiert ein Grossteil der Menschen mit den Wörtern Überheblichkeit und Narzissmus. Doch die Selbstliebe ist ein zentraler Punkt um ein zufriedenes und glückliches Leben zu führen ohne es von anderen Dingen und Personen abhängig zu machen. Wie oft höre ich die Sätze wie; „wenn ich das erreicht habe, dann gönne ich mir…“. Wieso müssen wir immer zuerst etwas jemandem beweisen um sich selber etwas Gutes zu tun. Wieso verstellen, ja verbiegen uns gar, um geliebt zu werden. Dies führt so weit, dass wir uns selbst nicht mehr spüren. Wie sollen wir uns in so einem Zustand noch selber lieben können. Doch ohne uns selbst zu lieben mit allen Ecken und Kanten, können wir keine Liebe weitergeben oder empfangen. Narzissten lieben sich nicht. Das Zitat von Erich Fromm bringt den Unterschied von einem Narzissten und einer Person, die sich selber liebt sehr gut auf den Punkt. „Es stimmt, dass selbstsüchtige Menschen unfähig sind, andere zu lieben; sie sind jedoch genauso unfähig, sich selbst zu lieben.“

Wie achtsam gehst du mit dir um? Ich muss ehrlich gestehen, ich war nicht immer achtsam mit mir. Es gab Zeiten da ging ich mit meinen Ressourcen schonungslos um. Die Achtsamkeit war sinnbildlich in einer Rumpelkammer eingesperrt. Sie klopfte dann und wann, doch ich liess sie nicht raus. Mittlerweile habe ich die Rumpelkammer aufgeräumt und die Achtsamkeit wiedergefunden, abgestaubt und zurecht gebüschelt. Sie steht nun wieder zentral im Raum. Es ist ein gutes Gefühl. Durch den achtsamen Umgang mit mir und der sinnvollen Einteilung meiner Ressourcen, habe ich auch wieder ein liebevolles Gefühl zu mir entwickelt. Dies sind kleine Dinge, die ich in den Alltag einbaue. Einen kleinen Spaziergang in der Mittagspause, ein Bad nehmen, eine Skizze zeichnen, etc.. Ich gönne mir jeden Tag eine ¼ Stunde in der ich Nichts mache. Mit Nichts meine ich Nichts. Keine Musik hören, kein Buch lesen, keinen Sport treiben. Einfach stillsitzen und sein – man nennt es auch Meditation 😉

Da ich jeden Tag ca. 2h im Zug verbringe, habe ich genügend Zeit um zu lesen und mir ein paar positive Worte für die Woche oder den Tag niederzuschreiben. Während dieser Zeit komme ich auf neue Ideen, analysiere meinen Tag und schätze was gut gelaufen ist. Dieses Bewusstwerden der Möglichkeiten, die wir selber schaffen, stärkt unsere Selbstliebe und mindert unsere Ängste und Zweifel nicht zu genügen.

Wir verbringen jede Sekunde unseres Lebens mit uns. Von Anfang bis zum Ende. Es lohnt sich also mit uns liebevoll umzugehen! Es lebe die Selbstliebe 🙂

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