YOGA

Neo-Yogini unterwegs... mit Das Yoga Haus auf der Bullingerwiese

Der Spätsommer kehrt langsam ein in Zürich. Der längste Tag ist schon eine Weile her und die Abende werden wieder etwas kühler. Die beste Gelegenheit also um sich für eine Outdoor-Yogalektion bei Maya vom Das Yoga Haus anzumelden.

Yoga im Freien ist für mich, die fast täglich hinter dem Schreibtisch sitzt, ein wahrer Luxus. Umso mehr zelebriere ich solche Momente entsprechend. Das heisst im Klartext; früher Feierabend machen, auf die Wiese liegen und den Himmel beobachten. Bereits um 17h geht es in Richtung Bullingerwiese. Dort angekommen, rolle ich meine Matte aus und lege mich auf den Rücken, sodass ich den Himmel beobachten kann. Dieser ist heute „knütsch“ blau, keine Wolken weit und breit. Just inhale and exhale.

Total entspannt und mit einer totalen inneren Zufriedenheit kann ich nun also die eineinhalbstündige Yogastunde um 19h beginnen. Mayas Bernerdialekt klingt in meinen Ohren so herrlich entschleunigend und extrem sympathisch. Sie wirkt auf mich total entspannt und dennoch sehr wachsam und auf ihre Schülerinnen fokussiert. Während der Stunde korrigiert sie nur ganz selten und lässt einem in seinem Atemfluss die Übungen machen.

Ziel der heutigen Praxis ist das Öffnen des Brustbereichs. Doch bevor wir uns den Drehungen und Rückbeugen widmen, werden die Bauchmuskeln noch etwas „aufgewärmt“. Dabei kriegen nicht nur meine Bauchmuskeln warm, sondern mein ganzer Körper kommt schon leicht ins Schwitzen. Meine Schweissperlen blitzen dann erst recht auf der Stirn auf, als die eine Schulter unter dem angewinkelten Bein hindurch uns Halt gibt um das vordere und das hintere Bein gleichzeitig anzuheben, indem wir den Ellbogen des anderen Armes in Richtung Bauchnabel schieben. Das ist dann doch etwas zu herausfordern für mich und ich bin froh, als wir zum Kamel und dem Rad übergehen. Yoga auf der Wiese erfordert mehr Gleichgewicht als auf einem ebenen Holzboden. Dies merke ich, als wir in der Position der Tänzerin verweilen und die Muskeln in meinem Standbein richtig aktiv arbeiten. Dafür sind die knienden und liegenden Positionen um so angenehmer auf dem weichen Rasen.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Mittlerweile hat es auch ein paar Wölkchen am Himmel, die ich aus dem Schulterstand heraus beobachten kann. Im Savasana angekommen, fühlt sich mein Körper sehr müde und trotzdem extrem energiegeladen an. Ich weiss jetzt schon, dass ich herrlich schlafen werde, wenn ich Zuhause eine erfrischende Dusche genossen habe.

Ich mag dieses Gefühl im Yoga, wenn ich mit jedem Körperteil aktiv „gearbeitet“ habe. Danach fühle ich mich immer „komplett“ – Körper und Geist sind eins. Dieses Gefühl hatte ich bis anhin nicht bei jeder Yoga-Stunde. Umso mehr habe ich die Stunde bei Maya extrem geschätzt. Gerne werde ich das Studio Das Yoga Haus auch für eine Inhouse-Stunde im Winter erneut aufsuchen. Bis dahin, werde ich hoffentlich noch ein paar weitere tolle Yogalehrer/innen und ihre Studios kennen lernen.

 

 

Neo-Yogini unterwegs... im Studio Yoga am Fluss

Wasser – eines der vier Elemente.

Wasser ist kraftvoll und still zu gleich. Fast täglich fahre ich mit dem Zug am Rheinfall vorbei, wo hunderte von Litern pro Sekunde hinunter donnern. Wenige Kilometer später liegt der Rhein ganz ruhig fliessend im Flussbett. Wasser belebt uns und löscht unseren täglichen Durst.

Mein Durst nach einer neuen HalloYoga Erfahrung war extrem gross nachdem ich während einiger Zeit meine Prioritäten anderweitig legen musste. Keines der 14 aufgeführten Yogastudios passt vom Namen her besser zum Thema Wasser, wie das Studio Yoga Am Fluss von Susan Connor. Die Loft ist luftig und hell. Beim betreten des Studios fühlt es sich an, als kommt man in die Wohnung einer lieben Freundin. Die farbenfroh gemalten Buddha-Plakate an den Wänden gefallen mir extrem gut. In der Ecke, wo man sich umziehen kann, stehen toll illustrierte Yogaübungsabläufe. Die Loft ist sehr kreativ und mit vielen kleinen persönlichen Details eingerichtet. Der Blick auf die Limmat und das rauschen des Wassers im Hintergrund ist einfach herrlich.

Das Studio widerspiegelt die Art von Susan - sehr offen und voller positiver Energie.

Passend zum Vollmond ist der Fokus der Stunde auf die Vorbeugen gelegt. Ich muss ehrlich gestehen, dass die Vorbeugen nicht so meins sind. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich da nicht die Einzige bin 😉 Also lasse ich mich dennoch mit einem positiven Gefühl auf die Yogastunde ein.

Wir beginnen im Liegen indem wir mit Blöcken und Yogakissen unter dem Schulterblatt und dem Hinterkopf den Brustbereich öffnen. Für alle „Schreibtischtäter“ ist dies genau die richtige Übung. Mit leichten seitlichen Drehungen dehnen wir die Rückenmuskulatur. Susan geht dabei zu jeder Yogini und ajustiert, wenn nötig. Susan, die an der ETH Sportwissenschaft studiert hat, weiss genau, wo die Herausforderungen der einzelnen Übungen liegen und zeigt uns oft mehrere Varianten auf.

Bei den Vorbeugen benützen wir den Gurt. Am Anfang meiner ersten Yogaerfahrungen habe ich immer versucht ohne Gurt zu arbeiten, aber dann führte ich die Übung nicht mehr korrekt aus, was kontraproduktiv war. Ich musste lernen, mein Ego beiseite zu schieben und zu akzeptieren, dass ich auch Props zur Hilfe nehmen kann. Die Posen fühlen sich nun viel angenehmer an und ich führe die Übungen nicht mehr mit ach und krach aus. Wie ich schon oft erwähnte ist Yoga ein Prozess. Eines Tages brauche ich vielleicht den Gurt nicht mehr so häufig, aber im Moment leistet er mir noch wertvolle Dienste. Aus dem Grund habe ich mir auch für Zuhause einen Gurt besorgt, den ich sehr häufig nutze.

Anders als beim fliessenden Yogastil Vinyasa bleiben wir etwas länger in den einzelnen Posen. Die Klasse ist somit auch für Yogaanfänger/innen sehr gut geeignet.

Im Savasana ankommen, sind meine Batterien für den Alltag wieder vollends aufgeladen und ich fühle mich etwas zentrierter als vor der Stunde.

Ich würde sagen, die Stunde war eine runde Sache, wie der Vollmond, den ich danach aufgehen sah, als ich nach Hause fuhr. Und noch was für alle Vorbeugenliebhaberinnen, wie mich. Spätestens bei Neumond ab ins Yogastudio „Yoga Am Fluss“, denn dann sie die Rückbeugen das Thema;-) In diesem Sinne, namasté und bis bald auf der Matte!

 

 

Neo-Yogini unterwegs... in der Rhybadi SH

Yoga im Sommer ist bei mir immer so eine Sache! Ich liebe Yoga zu allen Jahreszeiten, jedoch nicht immer in allen Räumlichkeiten. Im Sommer möchte ich möglichst viel meiner Zeit draussen im Freien verbringen und die Natur geniessen. Umso mehr schlägt mein Yogaherz höher, wenn ich Yogastunden draussen bei einer lauen Sommerbrise machen kann.

In Zürich gibt es bereits diverse Möglichkeiten Yoga im Freien zu praktizieren. Nun wollte ich jedoch einmal eine Yogastunde in meiner neuen "Heimat" ausprobieren. Mit dem Zug ist man vom Zürcher Hauptbahnhof innert gut 30 Minuten in Schaffhausen. Schon bei der Anfahrt wirst du mit einem herrlichen Ausblick auf den Rheinfall für deine Reise belohnt.

Im Sommer bietet die Rhybadi in Schaffhausen jeweils am Dienstag Morgen  (07.00h - 08.00h) und Abend (19.15h - 20.15h) Yogastunden an. Die Lektion kostet CHF 20 und du kannst ohne Anmeldung teilnehmen.

Ich war am Dienstagabend mit meiner Yogamatte in Schaffhausen unterwegs und habe die Stunde von Fabienne Studer besucht. Hätte ich nicht so schwere Beine von der Velotour gehabt, wäre die Stunde wohl noch etwas genussvoller gewesen und ich hätte nicht jeden Muskel so extrem intensiv gespürt 😉 Nichts desto trotz tat die Entspannung am Abend richtig gut und die Rhybadi ist ein wunderschöner Ort um das Sommergefühl bis in die letzte Pore des Körpers aufzusaugen. Mit der wunderschönen Hintergrundmusik, die Fabienne zusammen gestellt hat, war das eintauchen ins "Jetzt" ganz leicht.

Das rege Treiben in der Badi trat von alleine in den Hintergrund und die Gruppe genoss den Sonnenuntergang während den einzelnen Posen. Das Tolle am Yoga in einer Badi ist, dass man sich vor oder nach der Stunde direkt im erfrischenden Nass abkühlen lassen kann. Einfach herrlich! Und wer noch nicht genug vom Sommerfeeling hat, kauft sich noch eine super leckere Kugel Glacé bei der besten Eisdiele der Stadt - im El Bertin. Mit so einer kleinen Versüssung kommt man bestens nach Hause.

Vielleicht treffe ich schon bald neue Yoginis in der Rhybadi oder anderswo auf der Matte? Namasté!

 

 

Neo-Yogini macht einen Zwischenstopp
in Sankt Peter Ording

Vor einem halben Jahr habe ich mich auf die Yoga-Entdeckungsreise begeben und viele schöne Begegnungen machen dürfen.In den verschiedenen Yogastudios durfte ich nicht nur unterschiedliche Yogapraxen entdecken, sondern was noch viel spannender ist, mich. Je nach Lehrer und Yogastunde fand ich extrem schnell den Zugang zur Praxis, war eins mit dem Kopf und Körper. Teils war ich nach der Stunde aufgewühlt oder einfach nur dankbar und zufrieden.

Yoga ist mehr als sich nur auf der Matte in alle Richtungen biegen zu können. Vielleicht bin ich eines Tages durch Yoga super gelenkig - was mich natürlich freuen würde - oder auch nicht. Wichtig ist vielmehr dass ich einen Ausgleich zu meinem aktiven Alltag gefunden habe, der mir unheimlich gut tut.

In den letzten Wochen habe ich bewusst einen Zwischenstopp von meiner HalloYoga-Entdeckungstour eingelegt um das Erlebte zu verarbeiten, innezuhalten und zu spüren, welche Yogapraxis mir bis jetzt am besten zusagt. Immer mehr merke ich, dass ich mittels den fliessenden, dynamischen Bewegungen des Vinyasa Yoga sehr wohl fühle. Der ganze Körper ist im Fluss - wie das Leben. Umso mehr schätze ich dann die Ruhe und das Innehalten im Yin Yoga oder in der Meditation.

Auch während meinen Ferien hatte ich die Yogamatte mit dabei und genoss die Momente am endlos langen Sandstrand von Sankt Peter Ording mit Sandra Wagner oder im Kubatzki mit Dörthe.  Yoga kannst du überall "mitnehmen". Es ist ein Teil von dir 🙂 Sei es im Büro, im Tram oder beim Warten auf den Bus. Egal wo, wann und wie, hab einfach Spass an Yoga! Die Yogamatte ist wie ein Spielplatz, wo du dich entfalten kannst. Ohne Druck, ohne Vorurteile oder Selbstkritik. Einfach nur sein - hier und jetzt.

Ich freue mich, wenn ich wieder neue Yogaerlebnisse auf meiner Entdeckungstour sammeln kann und freue mich auf Inputs und Tipps jeglicher Art.

 

 

 

 

 

 

 

Neo-Yogini unterwegs... an der Eröffnung von YogaCulture in Oerlikon

Oerlikon ist im Wandel und durchlebt eine Metamorphose. Nebst einer vegetarischen Restaurantkette siedeln sich nun auch grössere Yogastudios in Oerlikon an. Eines davon ist das YogaCulture direkt beim Sternen Oerlikon!
Mein Neo-Yogini-Herz schlägt natürlich höher, wenn ich wieder in einem neuen Yogastudio Erfahrungen sammeln darf. Der Stundenplan verspricht Einiges. Die Frühaufsteher können bereits um 7 Uhr Ashtanga Mysore praktizieren, die Geschäftsleute können über Mittag den Lunc Flow geniessen und die Männer werden mit einer eigenen Yogastunde auf die Matte gelockt, wie auch die Kinder und Senioren.

Der Eingangsbereich ist sehr offen und geräumig und enthält die Garderoben, wie auch eine Ecke mit den qualitativ hochstehenden Yogamatten und den Yoga-Hilfsmittel, wie Blöcke, Gürtel und Decken.

Der Yogaraum strahlt durch den Holzboden und der holzverkleideten Wand Wärme aus. Die Fensterfront erhellt den Raum mit Tageslicht. Vivianne Jespers, die Gründerin, hat bei einem Konzertbesuch den Gedanken gefasst, ein Yogastudio in Oerlikon zu eröffnen und damit den Nerv der Zeit getroffen.

Vivianne leitet die Vinyasa Flow Klasse sehr präzise an und achtet auf eine saubere Ausführung der Übungen. Bei schweisstreibenden Asanas motiviert sie uns in der Position zu verweilen und nicht gleich aufzugeben. Dabei darf das Lächeln im Gesicht nicht ausbleiben. Getreu nach dem Motto - was ich ausstrahle kommt zurück! Somit strahlt die bunt gemischte Gruppe von Yoginis am Ende der Stunde über das ganze Gesicht.

 

 

 

 

 

Neo-Yogini unterwegs... im Yogastudio Yogisi

Das erste Wochenende im März startete super! Um 9.00h ging es mit dem Zug nach Zürich Binz. Wenige Gehminuten davon entfernt liegt der neu erbaute Werkhof mit 35 Ateliers auf 4 Stockwerken verteilt. Und Mittendrin in dieser krativen Ecke befindet sich das neu eröffnete Yogastudio Yogisi. Für den Samstag wurden - zur Eröffnung - die Yogamatten ausgerollt und ein tolles Programm (Vinyasna Flow, Kundalini in the Flow, Mindful Yoga, Hatha Yoga und Yoga Nidra) zusammengestellt, welches sich über den ganzen Tag erstreckte.

Zur Begrüssung überreichte uns Isabelle Stüssi, die Gründerin des Studios, ein Glas Chai Tee mit Reismilch. Auf einem Salontisch stehen diverse kleine Leckereien wie frisches Obst, Nüsse und Samosas bereit. Nach und nach kommen Freunde und Bekannte von Isabelle und Ihrem Team sowie neugierige Yoginis, die ein neues Studio entdecken möchten.

Der offene, helle Raum gefällt mir extrem gut. Der Holzboden, der so einen angenehm heimeligen Duft verströmt und die Props aus Naturbaumwolle und Kork, geben dem Ganzen einen wunderbaren natürlichen Charme. Um 10.30h ist der Raum bis zur letzten Yogamatte gefüllt und Isabelle eröffnete mit einer herzlichen Rede die erste Yogastunde des Tages mit Vinyasana Flow.
Die 105 Minuten, welche sie sich mit Salmoné Mangles aufteilte sind voller Energie. Das Schwitzen blieb definitiv nicht aus. Im Raum waren viele Advanced Yogis doch mit den Props und den Adjustments von Isabelle und Salomé konnte auch eine Neo-Yogini - wie ich - gut folgen. Diese Yogastunde machte mir richtig gute Laune. Mit der Musik im Hintergrund und den kreativen Anleitungen von Salomé fühlte man sich in der Kriegerposition wie die Hollywoodgrösse Jane Fonda!

Zum Schluss brachten die Vorbeugen noch die totale Entspannung in den ausgepowerten Körper. Nach der Stunde schwebte ich förmlich mit einem anhaltenden Lächeln im Gesicht vom 3. Stock runter in Richtung Bahnhof Binz! It was a magical feeling - oh yeah!

Wer dieses Feeling auch mal spüren möchte, nichts wie los... Homepage öffnen, Stundenplan checken, Klasse buchen und ab auf die Matte!

 

 

 

 

 

 

 

Neo-Yogini unterwegs... in der Hatha Yoga Schule

Nur wenige Gehminuten von der Europaalle entfernt, liegt die Hatha Yoga Schule von Nja Christmann in der Zwinglistrasse 8 im Kreis 4.

Ich komme direkt von der Arbeit und steige bei der Sihlpost aus dem überfüllten Tram. Raus aus der Menschenmenge, rein die Stille. Ich setzte mich auf eine der grünen Matten, eine grüne Wiese sozusagen, und lasse mich auf eine neue Hatha Yogaerfahrung ein. Anfangs habe ich Mühe mich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Meine Gedanken schwirren noch wild durch meinen Kopf.

Nja strahlt jedoch eine solche Ruhe und Gelassenheit aus, dass diese gleich auf mich übergeht. Ihre wohlklingende und beruhigende Stimme führt uns durch die einzelnen Abläufe.

Wir beginnen im Liegen mit Atemübungen und stärken anschliessend unsere Mitte mit intensiven Bauchübungen bis der ganze Körper zittert. Die einzelnen Positionen werden ruhig ausgeführt und lange gehalten, sodass sich die Muskeln dehnen können. Die Abläufe sind im Fluss mit dem Atem. Ich bin ganz in meinem Rhythmus. Jeder Yogini verweilt so lange in der Pose, wie es ihm guttut. Die Gesichter bleiben entspannt und der Atem fliesst gleichmässig. Nja beobachtet ihre Schüler und unterstützt sie bei Bedarf ohne etwas forcieren zu wollen.  

Mittels der Kobra werden die Beine und die Streckmuskeln der Wirbelsäure gestärkt und die Bauch- und Brustmuskulatur gedehnt. Mit der Schulterbrücke stärken wir erneut die Muskeln der Wirbelsäule und steigern die Beweglichkeit von Brust, Schultern und Wirbelsäule, was für mehr Energie sorgt. Zum Schluss begeben wir uns vom Pflug als Vorbereitung in den Schulterstand. Seit dem Turnunterricht vor vielen Jahren habe ich keine „Kerze“ mehr gemacht. Umso mehr freut es mich, dass ich es noch kann. Die Umkehrhaltung stärkt nicht nur die Schultern und die Rücken- und Bauchmuskulatur, sondern stimuliert auch die Schilddrüse und die Bauchorgane, was den Stoffwechsel verbessert.  

Bevor wir zum Shavasana übergehen, schliessen wir die Yogapraxis mit einer Wechselatmung ab.

SELBSTVERANTWORTUNG -  Dies ist auch das Schlusswort von Nja. Es ist wichtig, dass wir nicht nur im Yoga Selbstverantwortung für unseren Körper und Geist übernehmen, sondern auch im Alltag. Als Geste dafür verschenkt Nja im Namen der Hatha Yogaschule Leinensäcke, die jeder für seinen Einkauf nützen kann um auf Plastiksäcke zu verzichten. So können wir für unsere Erde Verantwortung übernehmen. Eine sehr schöne Idee um selbst Verantwortung zu tragen!

Fotos : Hatha Yogaschule

 

 

 

Neo-Yogini unterwegs... im Yotree

Ich sitze mit einer grossen Tasse Zen-Kräutertee Tee und müde kribbelnden Oberarmen an meinem Laptop. In der Nase kitzelt ein angenehmer Duft des Zitronenöls. Ich spüre im ganzen Körper eine wohlige Wärme, obwohl ich erst gerade vor wenigen Minuten von der Tramstation durch die kalte Nacht nach Hause spaziert bin.  Ich fühle mich leicht und zugleich verspüre ich eine angenehme Müdigkeit nach der Vinyasa intensiv Yogastunde bei Corina von Yotree an der Weinbergstrasse 160, direkt beim Schaffhauserplatz.

Beim Betreten des Yogastudios kam mir direkt ein angenehmer, erfrischender Pfefferminzduft entgegen. Ich bin noch etwas früh dran und die Yoginis der Hatha Klasse entspannen sich gerade im Shavasana. Carina hat mich eintreten gehört und kommt kurz in den Empfangsbereich um mich herzlich zu begrüssen. Sie bietet mir gleich Tee, Dörrobst und Gebäck an und bittet mich doch noch etwas Platz zu nehmen. Gerne nehme ich das Angebot an und blättere mich durch diverse Yogazeitschriften, die auf dem Salontisch liegen. Zwischendurch lasse ich denn Blick durch den Raum schweifen und entdecke verschiedene Öle von „linden leaves aromatherapy synergy body oils“, die im Regal hinter der Empfangstheke stehen. Dass ich später noch in deren Genuss kommen werde, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

In einer familiären herzlichen Klasse startet die Stunde mit einem Sankalpa (Vorsatz, Leitsatz, Samen). Die Yogapraxis ist jeden Tag anders, auch wenn man täglich die gleichen Asanas machen würde. Gestern fühlte sich der Köper anders an als heute und Morgen wird er sich wieder anders anfühlen. Wenn wir einen stressigen Tag hatten fallen uns beispielsweise die Balanceübungen schwerer oder wir können weniger gut loslassen und uns in eine Pose hineinbegeben.

Jeder Yogi steht an einem anderen Punkt. Dies merke ich auch in der heutigen Klasse. Ich bin die einzige Neo-Yogini. Trotzdem fühle ich mich ab dem ersten Moment an als Teil der Gruppe und ich kann die Asanas meinem Level und meinem Atem angepasst ausüben. Dies ist das Schöne am Yoga – Yoga ist und soll für alle sein.

Mit der Kräftigung der Bein- und Bauchmuskulatur wird langsam Wärme erzeugt, die bei mir spätestens bei den Arm- und Rumpfübungen mittels den verschiedenen Variationen im Brett, dem herabschauenden Hund, der Kobra und dem Krieger in Hitze übergeht. Corina führt mit Humor und viel Empathie durch die einzelnen Abläufe und geht individuell auf jeden einzelnen ein. Auch ein herzhaftes Lachen untereinander hat Platz, als es darum geht, dass wir nicht mehr so beweglich sind wie mit 20 Jahren, aber uns mindestens noch so gut und jung fühlen.

So fühlen sich meine müden Glieder aus den 80er Jahren im Shavasana angenehm relaxed an. Corina nimmt uns gedanklich mit auf die Reise zu einem Berggipfel. Nach einem langen Aufstieg mit Zweifeln und Unsicherheiten gespickt, kommen wir oben auf dem Gipfel an und geniessen die Aussicht. Dabei wiederholen wir unser Sankalpa nochmals 3 Mal. Während wir entspannt auf der Yogamatte liegen, massiert Corina jedem den Nacken, die Schultern sowie die Stirn mit dem fein duftenden Zitrusöl ein. Dies ist eine wunderschöne und wohltuende Geste. Durch die Yoga Nidrapraxis macht sich eine Tiefentspannung in mir breit. Langsam kehre ich geistig vom Gipfel zurück in meinen Körper. Mit dieser Visualisierung endet eine schweisstreibende und zugleich sehr entspannende Yogastunde. Corina stellt zum Abschluss die Frage, was eigentlich die Intention jedes einzelnen war um mit Yoga anzufangen? Mein Beweggrund war dazumal neben meiner berufsbegleitenden Weiterbildung einen Ausgleich zu schaffen. Heute, ein Jahr später, ist Yoga ein Teil, der zu meinem Leben gehört.

- Yoga verändert, Yoga ist ein Prozess -

11 Yogastudio-Besuche mit HalloYoga liegen noch vor mir – der Entwicklungs- und Entdeckungsprozess geht weiter.

Fotos : Yotree

 

Neo-Yogini unterwegs... im Bliss Yoga

Als ich die Treppe hinaufkomme, ist die Türe zum Studio „BlissYoga“ einen Spalt geöffnet und ich höre, wie jemand die Yogamatten auf dem Boden platziert. Dies ist bestimmt Delia Krattinger, die Inhaberin des Studios, denke ich. Kaum habe ich meinen Gedanken zu Ende gedacht, steht auch schon eine Frau mit strahlendem Lachen vor mir und bittet mich doch gleich herein zu kommen.

Das Yogastudio wirkt auf mich durch die weissen Wände und die orangefarbenen Tagesvorhänge sehr offen und hell. Der Raum bietet Platz für ca. 10 Yogis. In einer Ecke steht leckerer Tee und eine Schüssel Mandeln bereit.

Die Yogamatten und das Zubehör sind in violett. Farblich passend zu meiner Manduka EkoLite Yogamatte, wie Delia und ich am Abend schmunzelnd feststellen. Dies muss wohl ein Zeichen sein 😉

Ich bin schon sehr gespannt auf die Vinyasa-Stunde, denn an Silvester hat mir eine Freundin erzählt, dass sie Delias Yogastunden im Boot Camp auf Mallorca genial fand. Dies kann ja nur ein positiver Yogaabend werden, denke ich mir!

Die Stunde beginnt heute sitzend mit einer Meditation. Das Ziel ist zur Ruhe zu kommen und Yin in unser Alltag zu bringen, welcher so stark durch Yang geprägt ist. Die Minuten der Stille tuen sehr gut. Vor allem wenn man direkt vom Büro durch die halbe Stadt getingelt ist.

Nach dem Aufwärmen des Solarplexus fokussieren wir uns auf die Dehnung der Beinmuskulatur, die durch unseren Büroalltag oft verkürzt ist. Das Highlight lässt nicht lange auf sich warten. Wir nehmen uns einen Gurt zur Hilfe und legen den Kopf auf Ohrenhöhe in die eine Seite der Schlaufe und einen Fuss in die andere Seite. Das zweite Bein lassen wir gestreckt auf der Matte liegen. So können wir floaten. Dabei kann ich meinen Körper richtiggehend fallen lassen und komplett entspannen. Ein geniales Gefühl!

Die Yogapraxis wird nun dynamischer, kraftvoller, bleibt aber dennoch geschmeidig. Das Feuer im Körper wird entfacht. Wir üben unseren Körper in Balance mit dem Vierfüsslerstand indem wir das eine Bein nach Hinten strecken und den Arm von der gleichen Körperseite nach vorne. Von dort geht es fliessend hinüber in die Hüftdehnung. In den Hüften, die zum zweiten Chakra (Svadhisthana) angehören, liegen unsere Emotionen, wie Kreativität, Sinnlichkeit, Spass und Ängste. Diese versuchen wir nun mit der Position Taube zu öffnen. Anfangs lasse ich mich nur zögerlich in die Position ein. Delia bemerkt dies umgehend und unterstützt mich bei der Ausführung. Ich könne meinem Körper ganz vertrauen, meint sie. Vertrauen, genau das ist es! Vertrauen in unseren Körper, Vertrauen in uns! Ein befreiendes und wohltuendes Gefühl, macht sich in mir breit. Gerade als Neo-Yogini ist man oft noch zögerlich und lässt nicht immer ganz los, weil einem die Position noch fremd ist. Da ist die Begleitung eines erfahrenen Yogalehrerin oder Yogalehrers Gold wert!

Nach den Dehnungen der Aussenrotation widmen wir uns auch der Innenrotation unserer Hüftgelenke. Dies kommt bei den meisten Yogapraxen oft gar nicht vor und ich kannte dies bis dato noch nicht. Mit einem Lächeln im Gesicht „tanzen“ wir zur Lockerung der Beine im Sitzen Merengue J Spätestens in diesem Moment spürt jeder Yogi den Einfluss von Delias langjähriger Laufbahn als professionelle Tänzerin und Choreografin.

Zufrieden und glückseelig („bliss“ in Englisch) sinke ich in meine Yogamatte für das Shavasana. Eine bereichernde Yogastunde geht zu Ende und ein Wort begleitet mich nach Hause – Vertrauen...

Fotos: recha foffa

YIN-Yoga und faszien - wie hängt das zusammen?

Gerade in dieser kalten Jahreszeit hat man das stärkere Bedürfnis den Körper zu regenerieren.  Die Faszien oder auch Bindegewebe gennant, ist mit mehr als 80% Nervenden und unser grösstes Sinnesorgan. Es hält die Muskeln, Knochen, Sehnen und Gefässe zusammen und ermöglicht es uns unsere Bewegungsabläufe durchzuführen.  Faszien bestehen aus Proteinen, Zellen und ganz viel Wasser. Die Proteine sind Kollagen und Elastin die einerseits die Stabilität und andererseits die Elastizität ermöglichen. Die Faszien erstrecken sind über den ganzen Körper und bilden ein Netzwerk. Sind die Faszien an einem Ort entzündet oder verletzt durch Narben strahlen sie diesen Schmerz aus. Am meisten spüren wir diesen Verspannungsschmerz im Rücken und Nacken. Durch gezielte Übungen kannst du deine  Mobilität verbessern und zur Erneuerung des Fasziengewebes beitragen.

Dies ist nun der Punkt wo Yin Yoga ins Spiel kommt. Durch die gezielte Dehnung wird das Gewebe aktiviert und gelöst. Führst du diese Übungen regelmässig durch, werden die Faszien immer geschmeidiger und lösen keine Schmerzen mehr aus. Im Yin Yoga bleibst du ca. 3-5 Min. in den einzelnen Asanas. Im Zusammenspiel mit der Blackroll kannst du dem Bindegewebe noch mehr Impulse geben und es aktivieren. Yin Yoga löst deinen Energiekanäle und ist ein perfekter Ausgleich zu Vinyasa Yoga.

Nebst den körperlichen Übungen, womit du deine Faszien trainieren kannst, spielt die Ernährung eine ebenso wichtige Rolle. Dazu mehr unter der Blog-Rubrik Food.

Alles in eine Tasche gepackt!

Wenn man des Öfteren unterwegs ist und auf seine eigene Yogamatte nicht verzichten möchte, ist eine praktische Mattentasche Gold wert!

Ich hab mir länger überlegt, was für eine Tasche ich genau brauche um meinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Ich mag es  einfach und möglichst alles in einem. Die meisten Yogataschen oder Säcke haben oben eine Öffnung, wo man die Matte leicht reinstecken und mit einer Kordel oder Reisverschluss den Sack verschliessen kann. Da ich jedoch meistens mit der Alltagskleidung nach der Arbeit ins Yoga gehe, brauche ich noch etwas Platz für meine Sportwäsche und ein Badetuch. Aus dem Grund finde ich die Mattentasche "The Local" von Manduka mit zwei Fächern genial. Auf der einen Taschenseite habe ich genügend Platz für meine Yogamatte und auf der anderen für meine restlichen Sachen, die ich zum Yoga benötige. Alles in einem, wie ich es mag! Der breite Taschengurt ist sehr angenehm, wenn ich die Tasche gerade oder quer über die Schulter trage.

Das Baumwollsegeltuch ist robust und zeitlos. Egal wohin  ich hin muss - ich habe alles mit für meine tägliche Yogapraxis!

Diese schicke Mattentasche kannst du direkt bei Yoga-Artikel.ch bestellen.

Neo-Yogini Unterwegs... im Ayur - Yoga Center

Heute war es soweit! Nach einer Anmeldung per Mail besuchte ich das erste Yoga-Studio aus dem HalloYoga Gutscheinbüchlein. Warum es mich gleich angesprochen hatte? Einerseits fand ich den Yogastil „Ayur Yoga“ sehr wohlklingend und andererseits ist es die Nummer eins im Inhaltsverzeichnis. Irgendwo musste ich ja mal anfangen, dachte ich mir.

Nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Enge, am weihnachtlich beleuchteten Old Inn vorbei, stieg ich die Treppen zum Ayur Yoga Center am Bleicherweg 45 hinunter und tauchte förmlich in das wohlig warme Yogastudio ein. Die blautürkis gestrichenen Wandabschnitte verleihen dem Raum etwas Frisches. Der Raum mit rund 12 Plätzen ist liebevoll mit kleinen Details eingerichtet, wirkt trotz alledem nicht überladen und die grossen Fenster an der Front machen den Raum luftig.

Mit Sitzkissen, Blöcken und Decke nahm ich auf meiner Yogamatte Platz und freute mich auf meine erste Ayur-Yoga-Stunde.

Nadia Bischof führte uns an diesem Montagabend durch die Anfängerstunde. Die Klasse war an diesem Tag gerade international zusammen gesetzt und Naja „switchte“ gekonnt zwischen Mundart und Englisch. Grundsätzlich werden jedoch die Klassen in Schweizerdeutsch durchgeführt. Nadja absolvierte von 2006 bis 2008 die Ausbildung zur Ayur Yoga Lehrerin bei Remo Rittiner. Danach verbrachte sie ein prägendes halbes Jahr in Indien, wo sie am “Himalayan Iyengar Yoga Center” und bei anderen Yoga-Meistern lernte. Seit 2007 unterrichtet sie am Ayur Yoga Center ein authentisches Yoga. Nadias Authentizität spürte ich auch gleich als ich die Yogaose betrat und herzlich begrüsst wurde.

Als Yoganovizin war die Anfängerklasse für mich genau richtig und die alternierenden Einheiten zwischen Kraft, Dehnung und Entspannung wurden von Nadia in der Gruppe wie auch individuell begleitet. Ayur-Yoga ist ein ganzheitlicher Yogaweg nach der Tradition von Sri Krishnamacharya (Madras/Indien) und der Philosophie Patanjalis. Wie man unschwer erraten kann, setzt sich das Wort aus der ayurvedischen Heilkunst und dem Yoga zusammen.

Durch die achtsamen und mit dem Atem fliessenden Übungen kam auch mein herum hüpfender Geist, den ich
liebevoll „jumping monkey“ nenne, schnell zur Ruhe. Und spätestens im Savasana war ich dann tiefenentspannt.

Nach diesem angenehmen Wochenstart kann ich Ayur-Yoga für alle Neo-Yogini wärmstens empfehlen, da die Übungen achtsam und fliessend, jedoch nicht zu schnell ausgeführt werden. Auch erfahrene Yogini, die gerne eine neue Yogarichtung ausprobieren möchten, werden erfüllt das Center verlassen.

Über die Festtage werde ich Yoga in meinen Vierwänden praktizieren. Ich freue mich jedoch schon auf eine weitere Yoga-Bereicherung im neuen Jahr und bin gespannt, welches mein nächster Studiobesuch sein wird.

Fotos:  Ayur Yoga Center

Neo-Yogini unterwegs...

Eine liebe Freundin hat mir das Yogbüchlein Hallo Yoga mit den  Worten „Der Weg ist das Ziel“ geschenkt.Damit ermöglicht sie mir nun eine wunderschöne Reise durch die Welt des Yogas respektive durch vierzehn auserlesene  Zürcher Yogastudios.

Nach einem intensiven Weiterbildungsjahr schätze ich diesen entspannten Jahresausklang und freue mich auf einen inspirierenden Jahresbeginn. Namasté

 

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