AKTIVE MEDITATION

Durch unsere tägliche Arbeit – vorwiegend im Sitzen – ist unser Körper zu wenig in Bewegung. Aus diesem Grund möchte ich euch eine aktive Form der Meditation vorstellen: Die Geh-Meditation!

Die Meditation muss nicht zwingend im Sitzen stattfinden. Was nützt es dir wenn deine Gedanken im Sitzen die ganze Zeit kreisen und du nicht abschalten kannst, nichts.

Die Geh-Meditation ist eine aktive Achtsamkeitsmeditation. Dabei konzentrieren wir uns einfach auf das Gehen! Hört sich im ersten Moment etwas komisch an, ist es aber nicht. Laut medizinischen Studien, wäre es gut, wenn wir jeden Tag 10’000 Schritte gehen würden. Wie viele dieser Anzahl Schritte nehmen wir bewusst wahr? Gute Frage… Wohl nur sehr wenige, wenn überhaupt.

Die einfache Varianten / Dauer ca. 5  Minuten:

Stell dich mit Socken oder barfuss auf den Boden. Wie fühlt sich der Boden an? Ist er kalt oder warm? Ist der Boden glatt oder rau? Ist der Untergrund gerade oder uneben?

Nun bewege dein Körpergewicht in die Zehen, dann verlagere dein Gewicht nach recht auf die Fussaussenseiten. Dann bringe dein Körpergewicht in die Fersen und schlussendlich auf die linke Seite! Fühlst du einen Unterschied in den beiden Füssen? Schmerzt eine Stelle oder fühlt es sich angenehm an?

Mach nun mit dem rechten Fuss den ersten Schritt? Wie fühlt es sich an? Ist es eine gewohnte Bewegung oder startest du beim gehen normalerweise mit dem linken Fuss?

Setze nun den Fuss eine Schrittlänge vor dem linken Fuss ganz langsam ab. Setz du mit der Verse auf oder mit der Fussballe? Oder setzt du gleichmässig den ganzen Fuss mit der Sohle auf? Was spürst du für Muskel

gruppen in der Wade, im Oberschenkel? Und was für eine Verschiebung merkst du in der Hüfte? Setzte nun den linken Fuss neben den rechten und spüre auch diesen Schritt nach. Verharre kurz in diesem Moment.

Nun starte beim Gehen mit dem linken Fuss. Wie hältst du die Balance auf dem rechten Fuss? Wie setzt setzt du den linken Fuss ab? Wie fühlt sich der Körper an? Führe diese Schrittfolgen noch 5x durch und beobachte deine Füsse?

Zum Schluss, stell deine Füsse nochmals parallel auf den Boden und verlagere dein Gewicht nun vom Fussballen zu den Zehen und dann nach zur linken Fussseite, zur Verse und zur rechten Fussseite bis hin zurück in die Mitte. Hat sich etwas verändert? Spürst du einen Unterschied zwischen dem Anfang der Übung und dem Schluss.

Vor dem ins Bett gehen, kannst du deine Füsse ausstreichen und ausmassieren. Starte von der Ferse zu den Zehen und massiere jeden Zehen einzeln aus. Wenn du magst, kannst du auch ein Öl verwenden. Um gut entspannen und schlafen zu können, empfehle ich dir Lavendelöl (z.B. von Weleda) oder Balance (z.B. von Döterra)

Die fortgeschrittene Variante / Dauer ca. 5 – 20  Minuten:

Du kannst die Geh-Meditation natürlich auch Draussen durchführen. Dabei ist es wichtig, dass du dich nicht vom Gehen ablenken lässt.

Im Winter ziehe ich mir immer Schuhe mit relativ dünner Sohle an, sodass ich den Untergrund auch gut spüre. Gerade am Sonntag, bei einem längeren Spaziergang, kannst du diese aktive Achtsamkeitsmeditation sehr gut einbauen. Nimm den Untergrund war. Die glatte, harte Teerstrasse, den weichen Waldboden, die Steine und Wurzeln, die aus der Erde herausschauen. Wie rolle ich den Fuss ab? Wie halte ich die Balance bei unebenem Untergrund? Welche Fussseite belaste ich mit meinem Körpergewicht?

Du wirst schnell merken, dass du den Spaziergang viel bewusster wahrnimmst und deine Gedanken nicht mehr kreisen. Du bist in diesem Augenblick ganz bewusst mit deinen Sinnen auf diesem Spaziergang. Ein herrliches Gefühl!

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